Netzwerk „4chiral“ geht in die 2. Phase
Die CPI ChemiePark Institut GmbH erhält die Zuwendung für die 2. Phase des vom BMWi geförderten Projektes Netzwerkmanagement-Ost
Im Dezember 2006 hat die CPI ChemiePark Institut GmbH erfolgreich am Förderwettbewerb NEMO Netzwerkmanagement-Ost teilgenommen. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie fördert die Bildung innovativer regionaler Netzwerke von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Forschungseinrichtungen in den neuen Bundesländern.
Im Dezember 2007 hat das Netzwerk „4chiral“ die erste Phase erfolgreich abgeschlossen. Ziel der Phase 1 war die erfolgreiche Etablierung des Netzwerks und die Erarbeitung einer eigenen Netzwerkkonzeption. Erste Marketingaktivitäten wurden zudem umgesetzt. So entstanden im letzten Jahr eine Informationsbroschüre und eine neue Internetseite. Außerdem war das Netzwerk auf verschiedenen internationalen Messen präsent. Das Netzwerk strebt darüber hinaus die Zusammenarbeit mit neuen Partnern und anderen Netzwerken an.
Im Januar 2008 erhielt die CPI ChemiePark Institut GmbH die Bestätigung zur Fortführung des Projektes und somit den Beginn der Förderphase 2. In Phase 2 erfolgt nun die gezielte Umsetzung der in Phase 1 erstellten Netzwerkkonzeption.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewilligte für die Umsetzung der Netzwerkkonzeption eine anteilige Fördersumme von 143 500€.
Wenn man den Zukunftsprognosen der Marktstudie „Chiral Technologie – A Global Strategic Business Report“, 2007 glaubt, wird die Nachfrage an chiralen Verbindungen in den Branchen Pharmazeutika und Agrochemikalien in den kommenden Jahren, prognostiziert bis 2010, weltweit stark steigen. So wird allein in Europa für chirale Pharmazeutika im Zeitraum von 2007 – 2010 ein Wachstum von 47% und in den USA im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 52% erwartet. Die Nachfrage an chiralen Agrochemikalien (z.B. Pflanzenschutzmittel) ist in den nächsten Jahren ebenfalls stark steigend. Zwischen 2007 und 2010 werden in Europa und den USA Wachstumsraten von 36% prognostiziert.
Da die Prognosen für chirale Pharmazeutika und Agrochemikaien mehr als positiv sind, ist der Markt hart umkämpft. Deshalb konzentriert sich das Netzwerk gezielt auf chirale Nischenprodukte, wie analytische Produkte, Hilfsmittel, chemische Katalysatoren, Enzyme etc..
Ziel ist, in Sachsen-Anhalt ein Zentrum für chirale Verbindungen zu schaffen.
Rückblick. Anfang des Jahres 2006 wurde das Netzwerk von 6 kleinen, 1 mittleren Unternehmen der Region und den Universitäten in Halle (Saale) und Leipzig gegründet. Das primäre Ziel der Partner ist, gemeinsam das stark expandierende Gebiet der chiralen Verbindungen zu bearbeiten und hier präsent zu sein. Ein schnelles kompetentes Reagieren auf Kundenanfragen und das Erkennen und Bearbeiten von neuen Marktentwicklungen soll das Netzwerk gegenüber großen globalen Playern auf dem Gebiet der chiralen Verbindungen wettbewerbsfähig machen.
Die Partner, aus der Feinchemie- und Biotechnologiebranche, können gemeinsam auf eine große Erfahrung und eine umfangreiche Technologie und Analytik in dem Bereich der chiralen Verbindungen zurückgreifen.
Im Netzwerk eingebunden sind auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Universität Leipzig. Die Forschungsgruppen ermöglichen auch komplizierte und anspruchsvolle neue Produkte innerhalb kürzester Zeit zu entwickeln.
Durch die enge Zusammenarbeit, ergänzen sich die Partner im Netzwerk „4chiral“. Es werden Arbeitsprozesse von der Entwicklung der Substanz über die Synthese bis zur Produktion in kollegialer Weise abgestimmt und überwacht. Dadurch ist das Netzwerk in der Lage Produktionsprozesse zu optimieren und effizientere Methoden bei der Herstellung zu entwickeln. Der Kunde hat damit auch die Möglichkeit seine Produktionsprozesse vom Netzwerk überprüfen und optimieren zu lassen.
Die wesentlichen Vorteile des Netzwerkes 4chiral:
- Bearbeitung von Kundenwünschen – schnell, flexibel und wirtschaftlich
- gebündelte Kompetenzen für die Bereiche FuE, Scale-up und Produktion
- umfangreiches Methodenspektrum, geschlossenen Technologieketten, qualifizierte Mitarbeiter und universitäre Unterstützung zur Durchführung der Synthesen, Analysen und Reinigungen/Trennungen der Substanzen
- verschiedene Syntheseverfahren für Chiral Building Blocks, Intermediates und APIs sowohl chemokatalytisch, biokatalytisch als auch fermentativ aus dem Chiral Pool, aus nicht-chiralen Verbindungen oder aus Racemisierungen
- günstige betriebswirtschaftliche Voraussetzungen durch vollständige Nutzung installierter Produktionsanlagen und die sich ergänzenden Analysenapparate
- gemeinsame F&E-Projekte
Kontakt:
Dr. Susan Wassersleben
CPI ChemiePark Institut GmbH
www.4chiral.de
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